Nov 21 2008

Morten Lund, Entrepreneur & Investor, @ BIC 2008 in Berlin

Published by Florian Komm under Englisch, Video

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Morten Lund ist als einer der frühen Investoren bei Skype in der Entrepreneurship-Szene bekannt geworden. Eines seiner vielen interessanten Investments ist Zecco Trading, ein Onlinebroker ohne Gebühren für Aktienhandel.

Im Oktober war Morten Lund als Redner beim BIC 2008 in Berlin. In seinen Ausführungen vor der deutschen Werbeszene ruf Morten in seiner eigenen Art zum mehr entrepreneurial Spirit auf.

Zur Frage “Was die nächste große Sache sein könnte?” hatte er eine interessante Antwort:

Niemand weiss, was die nächste große Sache sein wird. Also soll man nach  Nischen suchen.

Ich habe gerade das Buch “Der schwarze Schwan” - eine sehr interessante Veröffentlichung zum Thema Vorhersagen, Wahrscheinlichkeitstheorie und Ähnliches - gelesen. Wie es scheint Morten auch. Zumindest passt seine Antwort, wie ich finde, 100% zum Buch.

Neben dem Mut viele kleine Projekte zu probieren, rät Morten Lund den Teilnehmern die Dinge mit dem Herzen anzugehen und offen zu sein - sich nicht von Konventionen beschränken zu lassen.

Besonders gut hat mir dieser Satz gefallen:

“Use your talents to start companies, help people and change the world

Hört sich ein bischen nach Guy Kawasakis “Go for a course”, nur mit anderen Worten, an.

Aber nun genug der Vorrede. Film ab für Morten Lund @ BIC 2008

Ich bin durch den Blogbeitrag von Vincent Nicolai auf das bei Gründerszene gepostete Video aufmerksam geworden. Vielen Dank an die Bloggerkollegen für dieses Fundstück.

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Nov 10 2008

Prof. Dr. Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger, @ Boston University

Am letzten Wochenende war ich beim Vision Summit zum Thema “Social Entrepreneurship” in Berlin. Mohammad Yunus war am zweiten Tag da und hat u.a. eine Rede gehalten, die mich zu diesem Beitrag annimiert hat. Mohammad Yunus hat mich sehr beeindruckt. Daher möchte ich meinen treuen Lesern heute mehrere kurze Videos von einer Vorlesung an der Boston University aus dem Jahr 2007 näher bringen.

Mohammad Yunus berichtet im ersten der sechs Videos von den Bedingungen die er in Bangadesh vorfand, die letztendlich zur Gründung der Grameen Bank geführt haben.

Im zweiten Video berichtet Prof. Yunus wie nach seiner Entdeckung des Kreditproblems und seinem ersten Lösungsansatz, sich langsam die Idee der Kreditvergabe an Arme ergeben hat. Er schildert die weiteren Schritte, wie er mit der Bank über Monate verhandelt und nach dem “Proof Of Concept” beginnt über eine Bank für die Zielgruppe der “Non Bankable” nachzudenken.

Bis zur Gründung der Grameen Bank vergingen dann zwei lange Jahre. Neben den Mircokrediten wurden und werden die Kreditnehmer ermutigt ihre Kinder zu Schule zu schicken um so dem Teufelskreis von Analphabetismus und Armut zu entrinnen. Die Kinder erhalten bei guten schulischen Leistungen kleine Stipendien von der Bank. Nicht nur, dass die Kinder der Kreditnehmer eine Schulbildung erhalten, sondern eine nicht unerhebliche Anzahl dieser Kinder nun Hochschulen besucht. Um dies zu finanzieren bietet die Grameen Bank Studienkredite an und hat sich so ein weiteres Geschäftsfeld geschaffen, indem Sie vormals völlig bildungsfernen Familien eine dauerhafte Perspektive für die nächste Generation liefert. Interessant ist auch der Fakt, dass die Kreditnehmer i.d.R. fünf Jahre nach der Aufnahme des ersten Kredits das Niveau größter Armut hinter sich gelassen haben. Prof. Yunus sagt in seiner Rede an der Boston University den schönen Satz “Everybody is an entrepreneur.”. In Deutschland ist Prof. Dr. Günter Faltin ebenfalls Vertreter dieser Philosophie. In seinem neuen Buch “Kopf schlägt Kapital” sagt er, frei nach Joseph Beuys, “Jeder ist ein Unternehmer.”.

Im nächsten Video unterstreicht Muhammad Yunus, dass nicht die Vergabe von Krediten mit Kleinstsummen das Mikrokreditgeschäft ausmachen. Es ist vielmehr die Art und Weise wie man Geschäfte macht und wie man mit seinen Partnern umgeht. Er hebt hervor, dass Social Businesses nicht dem Prinzip der Gewinnmaximierung folgen, sondern Aspekten wie Nachhaltigkeit, sozialer Verträglichkeit und Ähnlichem folgen.

Der Bereich Social Business wird von Prof. Yunus als eine der möglichen Lösungsstrategien für die Besiegung der Armut oder anderer sozialen Mißstände gesehen. Er plädiert für eine neue Art von Börse, an der Social Companies notiert werden können. Muhammad Yunus berichtet außerdem über die weltweit große Nachfrage nach dem, in den Grameen-Unternehmen gebildeten Know-Hows. Das Interesse kommt nicht nur, wie man meinen könnte, aus den Entwicklungsländern, sondern auch aus Staaten wie Kroatien oder den USA.

Prof. Yunus sieht in der Anleitung zur Selbsthilfe die Möglichkeit mit Hilfe von Social Entrepreneurship und Social Business die weltweite Armut zu überwinden. Der Friendensnobelpreisträger des Jahres 2006 träumt davon, dass in Zukunft Kinder in “Armuts-Museen” erfahren müssen was Armut bedeutet hat, da keine Armut mehr vorhanden ist.

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Okt 22 2008

Martin Varsavsky, Gründer von FON und Serialentrepreneur

Ich war gestern zu Gäst beim FON-Brunch mit Martin Varsavsky in Berlin. Martin hat mich sehr beeindruckt und von seinem globalen W-Lan Netzwerk Fon überzeugt.

Fon arbeitet gerade an einem neuen Router, der “La Fonera 2.0″. Dieser Router ist im Moment für Softwareentwickler als Beta-Version erhältlich. Wer Interesse an der Entwicklung von Anwendungen für den neuen Fon-Router hat, der kann sich bei Fon melden.

Eigentlich hatte ich gehofft mit Martin Varsavsky ein kurzes Interview machen zu können. Dies hat leider nicht geklappt, da Gründer wie er  leider immer stark umlagert sind und auch meist einen engen Zeitplan haben.

Martin hat seit Mitte der 80er Jahre sieben Unternehmen gegründet und nur eins war ein Fehlschlag. Also kann man Ihn mit Fug und Recht einen erfolgreichen Serialentrepreneur nennen. Nebenher investiert Martin natürlich auch in ausgewählte Startups. Alles in allem eine spannende Geschichte.

In Ermanglung eigenes aktuell gedrehten Materials, nun ein ausführliches Videointerview aus dem Jahr 2007. Gefunden habe ich es im Blog von Loic Le Meur, der auch das Interview mit Martin Varsavsky führte. Loic Le Meur sitzt nicht nur im Beirat von Fon, sondern ist auch selber Initator von Le Web und Gründer von Seesmic.

Das Video ist ca. 40 Minuten lang. Die ersten ca. 21 Minuten geht es um Fon. Dannach sind Martin und Loic zu Gast bei vpod.

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Okt 11 2008

Guy Kawasaki über “The Art of Raising Venture Capital”

Die treuen Leser meines Blog werden bemerkt habern, dass ich ein großer Guy Kawasaki Fan bin. So finden sich im Archiv von Entrepreneurshipvideo u.a. die Beiträge “The Art Of The Start” und “Guy Kawasaki @ Stanford University“.

Im heutigen Beitrag möchte ich drei kurze Videos zum Thema Venture Capital vorstellen und so meine Reihe von Beiträgen rund um das Buch “The Art Of The Start” weiterführen.

Guy Kawasaki, der bei Alltop und Truemors seiner Leidenschaft als Serialentrepreneur nachgeht, merkt gleich am Anfang an, dass er bei seinen Gründungen kein VC-Geld zur Startfinanzierung genutzt hat. Wie ich finde ist dies ein sehr bemerkenswerter Umstand - immerhin ist er einer der Partner bei Garage Technology Ventures.

Im ersten Video spricht Guy Kawasaki die Kernfrage an, die sich jeder angehende Entrepreneur stellen sollte bzw. muss.

Zu Video 1:

Ist mein Geschäftsmodell für eine VC-Finanzierung geeignet? Guys Antwort auf diese Frage: Wenn man nicht mit Überzeugung sagen kann, dass mindestens 75 Millionen Umsatz in vier Jahren zu erwarten sind, dann ist das Ergebnis - nein.

Für die Jungs bei Garage Technologie Ventures ist der erste Eindruck von den Gründern in den ersten Sekunden des Pitches wichtig, um die Aufmerksamkeit zu erlangen. Des Weiteren sollte die Gründung nicht in Rechtsstreitigkeiten verwickelt sein. Wenn doch, dann sollte zeitnah diesbezüglich reiner Tisch gemacht werden.

Zu Video 2:

Für Powerpoint Präsentationen gibt die 10/20/30-Regel. Wem die Ausführungen im Video zu kurz und/oder zu schnell sind, der kann im Blog von Guy Kawasaki ausführlich über die 10/20/30-Regel lesen.

Als letzten Rat gibt er potenziellen Entrepreneuren mit Bedarf für Venture Capital den Rat, immer mit möglichst vielen Venture Capital Gebern zu sprechen.

Zum Video 3:

Im letzten Video gibt es noch eine kurze Zusammenfassung des Gesagten und einen Bonustipp.

Die Bonus-Information lautet: Hast Du ein bereits funktionierendes Konzept, also einen echten “Poof Of Concept”, dann darf man gerne gegen alle vorher von Guy Kawasaki benannten Regeln und Hinweise verstoßen.

Was ist Eure Erfahrung mit Venture Capital? Wie “tickt” das Venture Capital in Deutschland und Europa? Ich freue mich auf Eure Erfahrungsberichte als Gründer, aber auch auf Kommentare von VCs, ob Ihr mit Guy Kawasaki übereinstimmt.

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Okt 05 2008

TechCrunch 50 Podiumsdiskussion: Rolle von Business Angels

Bei der diesjährigen TechCrunch 50 Konferrenz gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema Business Angels. Teilnehmer waren Ron Conway,  David Kidder, Chris Sacca, Matt Coffin und Yossi Vardi. Da die meisten Namen für meine Leser, wie für mich  auch, unbekannt sein dürften, möchte ich im Folgenden jeweils zu jedem der Herren einen kurzen Satz verlieren.

  • Ron Conway ist im Silicon Valley als der Mann bekannt der unter anderem früh in Google, Facebook und PayPal investiert hat.
  • David Kidder ist Serialentrepreneur. So gründete er u.a. Net-X und SmartRay. Aktuell ist er Mitgründer und CEO von Clickalbe.
  • Chris Saccab ist zur Zeit als Business Angel in 17 Unternehmen investiert. Eins der bekannteren ist Twitter.
  • Matt Coffin ist Gründer von LowerMyBills.com und Investor. Er ist u.a. im Jahr 2007 von Ernst and Young als Entrepreneur des Jahres ausgezeichnet worden.
  • Zu Yossi Vardi habe ich bereits anläßlich des Israel Innovation Days in Berlin einen Beitrag veröffentlicht, der Yossi Vardi vorstellt.

Die erste Frage an das Panel war, wie Gründer in Kontakt mit einem Business Angel kommen und deren Aufmerksamkeit gewinnen. Die Antwort auf diese Frage war verblüffent einfach: “Man wir vorgestellt.”

Interessant waren auch die Antworten auf die Frage wo die Herren investieren. Drei Punkte waren wichtig.

  1. Erfahrung in dem Bereich des Startups.
  2. Geografische Nähe.
  3. In Unternehmen die Ihr bisheriges Portfolio ergänzen.

Neben dem zur Verfügung gestellten Seed Capitals helfen die anwesenden Business Angels bei der, fürs Wachstum wichtigen, Personalsuche und machen Kontakte zu Venture Capital Fund, für die Finanzierung der nächsten Entwicklungstufen des Unternehmens.

Gründern wird geraten sich einen Business Angel zu suchen, der zu einem passt und im Bereich der Unternehmensgründung fachliche Erfahrung hat.

Zum Thema Business Plan sagt Jossi Vardi: “Er hält Business Pläne für ein interessantes Subgenre im Bereich Science Fiction.” Da Business Pläne im Bereich Seed Capital und Early Stage keinen Sinn machen, liest der diese, wenn vorhanden, nicht. Prof. Dr. Günter Faltin, vom Arbeitsbereich Entrepreneurship an der FU Berlin, sagt in seinem neu erschienen Buch “Kopf schlägt Kapital” übrigens auch, dass er vom Verfassen von Business Plänen auch nichts hält.

Ich treffe immer mehr Business Angels, die mir Ähnliches erzählen. Sie wollen ein überzeugendes Business Model sehen und einen von seinem Konzept überzeugten Gründer, und nicht einen schön ausgearbeiteten Business Plan. Vielmehr muss die Chemie mit dem Gründer stimmen. Neben der menschlichen Ebene gilt aber unbedingt, dass man in den fachlichen Fragen seine Hausaufgaben gemacht haben sollte!!!

Nun aber Film ab für ca. 35 Minuten Podiumsdiskussion.Am Ende des Videos gibt es noch einen kurzen Frageteil mit dem Publikum.

Was habt Ihr als Gründer für Erfahrungen mit Business Angeln gemacht?

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