Mrz 02 2009

Lukasz Gadowski, Gründer von Spreadshirt, zu Gründer vs. Manager

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Lukasz Gadowski, der Gründer von Spreadshirt, hat vor einigen Wochen im Gespräch mit Peter Turi von Turi2.tv u.a. zum Thema Entrepreneure vs. Manager Rede und Antwort gestanden.

Lukasz Gadowski sagte in Bezug auf den frühen Ausstieg vieler Web 2.0 Gründer aus der CEO-Rolle, dass seiner Meinung nach für die Rollen des Entrepreneurs und des Managers unterschiedliche Talente und Fähigkeiten gefordert sind.

Der Gründer muss das erarbeitete Unternehmenskonzept zum Leben erwecken. Manager hingegen sind mit Ihren Qualitäten, nach dem erfolgreichen durchlaufen der ersten Stufen, gefragt. Dann kommt es auf Fähigkeiten wie Personalführung etc. an.

Prof. Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship an der FU Berlin, propagiert in seinem neuen Buch “Kopf schlägt Kapital” ein sehr ähnliches Vorgehen. Der Gründer soll am Geschäftsmodell bzw. Unternehmen arbeiten und nicht im Unternehmen. Im Gegensatz zu jungen Entrepreneuren wie Lukasz Gadowski oder Stephan Uhrenbacher, dem Gründer von Qype, sieht Prof. Faltin den Entrepreneur durchaus auch langfristig als Bestandteil des Unternehmens – auch wenn die Alltagsaufgaben des Managements nicht mehr bei den Gründern liegen.  

Von Peter Turi nach seinen Zukunftsplänen befragt, berichtet Lukasz Gadowski über sein aktuelles Unternehmen Team Europe Ventures. Mit der neuen Holding will Lukasz Gadowski sein Engagement als Business Angel fortführen und Seed Investments in spannende Teams mit guten Geschäftsmodellen tätigen. Des Weiteren sollen auch eigene unternehmerische Projekte im Rahmen von Team Europe Ventures verwirklicht werden. Hierfür hat er sich u.a. die in der Gründerszene nicht ganz unbekannten Jan Beckers und Kolja Hebenstreit ins Boot geholt.

Auf das Video bin ich via dem Twitter-Feed von Lukasz Gadowski (@lak)gestoßen.

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Feb 25 2009

Was ist ein Business Angel und was bringt er Gründern?

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Im Rahmen der “Entrepreneurial Thought Leaders Lecture” der Stanford University berichten Ron Conway und Mike Maples Jr. übers Angel Investing.

Ron Conway berichtet am Anfang des Gesprächs über die Entstehung des Begriffs Business Angel in den USA. Der Begriff  “Angel” entstand in den 1930-er Jahren in der Hollywood Filmfinanzierung. In England ist dies scheinbar sehr ähnlich gewesen, nur dass der Begriff “Angel” im Zusammhang mit der Finanzierung von Theaterstücken entstand und gebraucht wurde (vgl. Wikipedia).

Die Business Angel-Kultur hat sich laut Ron Conway und Mike Maples Jr. dahingehend entwickelt, dass heute in der Regel nicht ein einzelner Business Angel in ein Startup investiert, sondern eine Gruppe. Dies hat für beide Seiten Vorteile. Jeder der beteilitgen Business Angels investiert weniger Geld, als er dies alleine gemusst hätte. So kann er in mehr Unternehmensgründungen investieren. Dies führt zu einer größen Risikostreuung. Des Weiteren können sich die Business Angels durch Ihre unterschiedlichen Expertisen in der Unterstützung der Gründer ergänzen. Dies stellt auch gleichzeitig einen der größten Vorteile für das Gründerteam dar.

Beide Business Angels raten Gründern zu Sparsamkeit und Bootstrapping. Entrepreneure sollten nicht mehr Geld für die Finanzierung der nächsten Entwicklungsstufe einwerben, als wirklich notwendig. Überfinanzierung führt zu unnötigen Ausgaben und schadet eher als es nützt, so zumindest die Meinung von Ron Conway und Mike Maples.

Entrepreneure sollten nach Business Angeln suchen, die neben der Finanzierung auch das notwenige Know How für das Umfeld des Startups haben. Auch gute Kontakte des Seed Captial Gebers zu VC Fonds bzw. Unternehmen sind für die Weiterentwicklung des jungen Unternehmens unter Umständen essenziell.

Für angehende Angel Investoren sind auch die folgenden Aussagen interessant.

Um als Business Angel in Finanzierungskonsortien eingeladen zu werden, muss man neben dem Geld und guten Kontakten, auch ein Mehrwert für das zu finanzierende Startup schaffen. Nur so kann man auf Dauer erfolgreich als Angel Investor sein.

Der Podcast dauert ca. 60 Minuten und enthält natürlich deutlich mehr, als die oben von mir hervorgehobenen Punkte.

Den Podcast habe ich in Morten Lunds Blog gefunden. Die Standford University hat das Gespräch auch in Videoform zur Verfügung gestellt.

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Jan 28 2009

“Employees suck!” oder wie man mit Hilfe von Komponenten gründet

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John Buckman, Gründer von Magnatune, hat auf der Internetkonferrenz LeWeb 08 seinen kurzen Vortrag mit dem Titel “Employees suck!” versehen und so mein Interesse geweckt.

John Buckman verfolgt einen, zumindest in Deutschland noch nicht sehr verbreiteten, Gründungsansatz. Er propagiert die Idee das Gründungskonzept mit motivierten Freelancern umzusetzen und zu betreiben. Der Gründer bildet in der von John Buckman vertretenen Philosophie das koordinierende Zentrum in dem die Konzeptkompetenzen für das Projekt liegen.

Weitere wichtige Punkte in seinem Ansatz sind:

  • sich Zeit für die Entwicklung des Geschäftskonzepts lassen
  • den Finanzierungsbedarf soweit minimieren, dass man ohne Fremdkapital auskommt
  • Teilzeitgründer werden also den Job erst kündigen, wenn man von seinem Projekt bzw. Projekten gut leben kann und Reserveren hat
  • Mit Freelancern bzw. Komponten arbeiten

Wem diese Punkte bekannt vorkommen, hat vermutlich schon mal einen Vortrag von Prof. Günter Faltin gehört oder seinen im letzten Jahr erschienenem Business Bestseller “Kopf schlägt Kapital” gelesen.

Prof. Faltin propagiert den Ansatz der  “Kozept-Kreativen-Gründungen”, bei dem auch das Komponentenmodell einen wichtigen Bestandteil für das entrepreneurial Design des Geschäftsmodells darstellt.

Dass diese Art der Gründung extrem erfolgreich sein kann, beweist der Serialentrepreneur Rafael Kugel mit seinen im Komponentenansatz gegründeten Unternehmen rapskernoel.info und der Ratiodrink AG.

Auch den Ratschlag zum Teilzeitgründen habe ich nicht das erste Mal gehört. Zumindest war dies einer der Tipps, die Holger Johnson – Gründer der ebuero AG – den Teilnehmern eines Workshops der Stiftung Entrepreneurship im Jahr 2007 mit auf den Weg gab.

Das ohne Fremdkapital oder Venture Capital zu gründen ein riesiger Vorteil sein kann, ist spätestens seit dem Beginn der weltweiten Finanzkriese offensichtlich.

Nun aber Bühne frei für den, wie ich finde, sehr sehenswerten Vortrag von John Buckman. Da die erwähnte Präsentation nicht im Bild gezeigt wird, habe ich diese unter dem Video für die daran Interessierten mit zur Verfügung gestellt.

John Buckmans auf SlideShare veröffentlichte Folien.

Employees Suck

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Jan 11 2009

Wie wird man eigentlich Business Angel oder Venture Capitalist?!?

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Wie wird man eingentlich Business Angel oder Venture Capitalist?

Antwort: Es gibt so viele Wege, wie es Business Angel und Partner bei Venture Capital Unternehmen gibt.

Viktoria von Tiburon TV stellt in Ihrem Interview mit David Hornik zumindest einen Venture Capitalisten mit einem interessanten Background vor.

Bevor er Partner bei August Capital wurde, war David Hornik Musiker, Computer Wissenschaftler und Rechtsanwalt. Mit Venture Capital hat er nun, laut eigener Aussage, seine Liebe gefunden. August Capital hat u.a. Technorati, VideoEgg und Six Apart, um nur einige zu nennen, finanziert.

Stellt mal wieder die Frage, wie man Kontakt zu solch einem Investor bekommt?

Wie bei der von mir im letzten Jahr vorgestellten Venture Capital Podiumsdiskussion beim TechCrunch 50, lautet die Antwort:

Man wird vom Umfeld des Investors vorgestellt.

Zumindest scheint dies für das Silicon Valley eine der zuverlässigsten Methoden zu sein, um die Aufmerksamkeit von Seed- und sonstigen Investoren zu erhalten.

Drei Tipps gibt David Hornik Entrepreneuren noch:

1. Nutzt die neuen Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter, LinkedIn etc. um das Umfeld Eurer möglichen Investoren kennenzulernen.

2. Nutzt Konferrenzen, Tagungen, Barcamps etc. um Kontakte zu dem gewünschten Umfeld aufzubauen.

3. Und last but not least, sucht nach Investoren mit denen die persönliche Chemie stimmt.

Nun aber genug der Vorrede und ab zum Film.

Wie sind denn die Erfahrungen der Leser mit Seedinvestoren für Startups?

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Dez 31 2008

Go For A Cause – so inspiriert man andere Leute für seine Sache!

Für den Start ins Jahr 2009 habe ich eine Weile nach einem passenden Video gesucht. Im Blogarchiv von Guy Kawasaki bin ich fündig geworden. 2006 schrieb Guy Kawasaki über Majora Caters Vortrag bei TED, wie man seine Zuhörer in den Bann zieht.

Ich finde für alle angehenden Entrepreneure einen noch etwas grundlegenderen Aspekt wichtig – Leidenschaft für das was man tut, wofür man steht. Majora Cater ist, aus meiner Sicht, so erfolgreich als Umweltaktivistin, weil sie leidenschaftlich für ihre Sache kämpft. Der Wille etwas verändern und/oder verbessern zu wollen ist elementarer Bestandteil für gute entrepreneurial Designs.

Also liebe Entrepreneure, und die es in 2009 werden wollen:

Schielt nicht nach dem vermeintlich schnellen Geld, sondern versucht Dinge die Euch am Herzen liegen zu verbessern. Dann wird der Erfolg und damit i.d.R. auch das Geld kommen. Daher sollte auch für 2009 Guy Kawasakis “Go For A Cause” das Motto aller Entrepreneuership-Fans sein.

Nun aber Film ab für Majora Cater @TED aus dem Jahr 2006.

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